ELTRO GmbH


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Schleuse Hohensaaten

Referenzen > 2002-2003

Westschleuse mit Außenhaupt und Wehr

Ostschleuse / Oder-Havel-Kanal , Brandenburg
und Westschleuse + Wehr / Hohensaaten - Friedrichtaler-Kanal , Brandenburg

Kunde:
Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes Tel.: (03334) 276 - 352
WSA Eberswalde
Herr Vonau
Schneidemühlenweg 21
16225 Eberswalde

Liefer- und Leistungsumfang (648 TEUR)

  • Kompl. E-Anlage einschl. Schaltschränke
  • Steuerung der Schleusen- und Wehrantriebe
  • Schifffahrtsignalanlage
  • Pegelmessanlage
  • Kamera- und Audioanlage
  • Beleuchtung der Schleusenkammern- und Vorhäfen


Tor Ostschleuse Außenhaupt

Die 2 Stück an Seile geführten Hub-/ Schwenktore der Ostschleuse sowie die beiden der Westschleuse werden über je 2 Motore angetrieben. Diese sind über eine starre Welle miteinander verbunden.
Die Überwachung der Tor- und der Gegengewichtsseile geschieht analog mit Drucksensoren.
Füll- und Entleerungsvorgänge erfolgen in Abhängigkeit der Zu- bzw. Abflussmenge über eine stufenlose Drehzahlstellung der Torbewegungen.
Der Fahrweg wird analog mit Absolutwertgebern erfasst.

Systemkonfiguration

  • Frequenzumrichter Loher ; 31 kVA für Schleusen-Torantriebe
  • Wehrantriebe als Auma- Drehantrieb mit Auma matic PB
  • und Ortssteuerstelle
  • Leitsystem: WinCC- Server und Clients , Siemens
  • Steuerung: S7-300, Master- SPS mit Slaves vernetzt
  • Bussystem: Profibus DP/Ind. Ethernet
  • Vor-Ort-Visualisierung u. Bedienung mit OP 270
  • Reparaturbedienung per Funk
  • Kameratechnik: Panasonic
  • Daten-, Bild- und Audioübertragung: LWL


Aufbau der Steuerung

Die Steuerung ist so aufgebaut, dass beide Schleusen von einem gemeinsamen zentralen Steuerstand
aus über PC`s gesteuert werden können.
Da von diesem aus weder in die West- noch in die Ostschleuse direkt eingesehen werden kann, ist eine umfangreiche Videoanlage installiert worden.
Beim Ausfall dieser Fernbeobachtungsanlage oder bei Sichtverhältnissen, die zwar den Schifffahrtsbetrieb noch zulassen, aber eine Bildübertragung beeinträchtigen (Nebel, starker Schneefall), ist die Bedienung
von den Häuptern aus möglich.
Diese örtlichen Steuerstände sind mit je einer SPS und einem OP 270 für Vor-Ort-Bedienung und Visualisierung ausgerüstet.
Für die zentrale Steuerung ist eine SPS (Master) eingesetzt. Dieser übernimmt die Verwaltung der örtlichen
SPS 'n (Slave). Jede dieser SPS- en besitzt eine direkte Verbindung zum Prozessleitsystem.
Zur Kommunikation zwischen der Master- SPS und deren Slaven wurde ein Bussystem unter Verwendung von LWL- Kabel aufgebaut

Prozessbild / Visualisierung Schleuse

Alle für die Steuerung der Schleusen notwendigen veränderbaren Parameter sind in einem Wartungsbild einstellbar.
Die Bedienung erfolgt über die Maus. Zur Visualisierung und Bedienung der Schleusenvorgänge sind PC's im Zusammenwirken mit hoch auflösende 18,1" LCD Farbmonitore eingesetzt.
Ein weiterer Rechner für die Wehrsteuerung fungiert als Prozessdatenserver für die Leitsysteme der Schleusen. Dieser übernimmt die gesamten Daten von sämtlichen Steuerungen, um den Datenverkehr auf dem Bussystem zur Vernetzung der SPS`n gering zu halten.
Bei Ausfall des Servers kann auf jedem Leitsystem die Visualisierung als Einzelplatzanwendung gestartet werden, um einen Weiterbetrieb der Schleusen zu ermöglichen.
Von allen Rechnern können sämtliche Anlagen bedient und beobachtet werden.

Prozessbild / Betriebsdatendarstellung

In einem weiteren WinCC Bild sind die Kurven für die Pegel, die Strom- oder Leistungsaufnahme
der einzelnen Antriebsmotore, die Fahrgeschwindigkeiten der Tore und die Wege der Tore über die
Zeitachse aufgezeichnet.

Das Wehr der Staustufe Hohensaaten ist ein 3-feldriges Schützenwehr.
Um das Bedienpersonal weitestgehend von den Aufgaben der Wasserstandsregulierung zu entlasten,
erfolgt die Wehrsteuerung automatisch. Die Kontrolle und die nötigen Eingriffe sind vom zentralen
Bedienstand aus möglich.

Die Schütztafeln werden in Abhängigkeit des Oberpegels selbsttätig gestellt.
Alle für die Regelung notwendigen Parameter wurden in einer Sollwerttabelle abgelegt, so dass die Wehrregelung veränderten Bedingungen problemlos angepasst werden kann.
Der PC für die Wehrsteuerung dient dem Servicepersonal gleichzeitig als Remote- PC für die Schleusensteuerung.
Auf dem Monitor werden die angewählten Betriebsarten und die Klappenbewegungen angezeigt.


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