Referenzen

Unser Erfolg ist das Ergebnis einer langfristigen vertrauensvollen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Hier finden Sie einige ausgewählte Referenzen:


Verkehrsleitzentrale Ostsee Warnemünde , Mecklenburg-Vorpommern

Kunde: Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Stralsund

Die bestehende Verkehrsleitzentrale Warnemünde wurde im Zuge von Umbaumaßnahmen modernisiert. Von der Verkehrsleitzentrale aus sind eine Vielzahl von technischen Anlagen wie z.B. diverse Schifffahrtzeichen (Leuchttürme, Richtfeuer usw.) und UKW- Funkanlagen zu bedienen sowie deren Betriebszustände zu überwachen. Darüber hinaus werden diverse Randinformationen wie z.B. meteoreologische Daten wie Wind-, Sicht- und auch Wasserstände benötigt. Die Verkehrszentrale koordiniert den Seeverkehr auf der Ostsee im Bereich Warnemünde, Stralsund, Karlshagen, Stubbenkammer und Timmendorf. An diesen Standorten befinden sich jeweils UKW-Funkanlagen mit unterschiedlichen Kanälen. Die Verkehrszentrale übermittelt dem Seeverkehr über diese Funkanlagen alle wichtigen Daten, die für einen reibungslosen Schiffsverkehr notwendig sind.

Systemkonfiguratuion

  • Leitsystem: WinCC auf 5x PC im Parallelbetrieb
  • Server: SPS S7-416
  • Bussystem: Profibus DP, MPI, Ethernet
  • Systemkopplung: SINAUT ST7
  • Audiokreuzschiene Fabrikat Komtech

 

Für jeden Arbeitsplatz ist ein Personalcomputer (PC) zur Bedienung und Beobachtung sowie eine Besprechungseinheit vorgesehen. Die Besprechungseinheit ist in Pultform realisiert. Sie besitzt 4 integrierte Lautsprecher für die Funkanlagenstandorte Warnemünde, Stralsund, Karlshagen und Stubbenkammer. Mit diesen Lautsprechern kann man die 4 UKW- Funkkanäle des jeweiligen Standortes mithören. Zur Kommunikation mit den Teilnehmern besitzt jedes Pult ein Schwanenhalsmikrofon sowie Anschlussbuchsen für ein Kopfgeschirr. Das Kopfgeschirr übernimmt bei seiner Anschaltung die Funktionen der Lautsprecher sowie des Schwanenhalsmikrofons. Zur Freischaltung des Mikrofonsignals und der Kanalfreigabe ist ein Taster auf dem Pult und ein Fußtaster am Boden vorgesehen.


Leitzentrale Rathenow und angeschlossene Schleusen

Kunde: Wasser- und Schifffahrtsamt Brandenburg

Beim WSA Brandenburg wurde eine Leitzentrale (LZ) für die Fernbedienung von 5 Schleusen an der Unteren Havelwasserstraße UHW und der zugeordneten 5 Wehre aufgebaut. Der Aufbau der Leitzentrale erfolgte im Gebäude des Außenbezirkes Rathenow.

Von der Leitzentrale aus werden alle angeschlossenen Schleusen fernbedient. Für die Überwachung und Fernbedienung der Schleusen wurde für jede Schleuse eine Kameraanlage installiert. Jede Schleuse wurde dafür mit 7 Kameras an verschiedenen Standorten
ausgestattet. Davon entfallen 4 Kameras auf das Oberhaupt und 3 Kameras auf das Unterhaupt. Mit ihnen kann die gesamte Schleusenkammer und der Vorhafenbereich der Schleuse eingesehen werden. Um mit der Schifffahrt in Kontakt zu treten,
wurde eine Audioanlage installiert. Die Verkehrsregelung der Schleuse geschieht mit Lichtsignalen.

Bevor die angeschlossenen Schleusen mit der LZ Rathenow verbunden werden konnten, mussten diese für die Anbindung instandgesetzt und vorbereitet werden. Im Zuge dieser Maßnahme wurden die elektrotechnische Ausrüstung, sowie die Audio- und Videoanlage der Schleusen erneuert.

Dabei wurden u.a. die vorhandenen freiprogrammierbaren Steuerungen – gegen moderne S7-300 Steuerungen ausgetauscht und die Programmierung, unter Berücksichtigung des Anschlusses an die LZ Rathenow, dem neuen Zustand angepasst.

Netzwerk und Visualisierungssystem

Um die angeschlossenen Schleusen fernbedienen zu können mussten diese erst einmal mit der Leitzentrale und untereinander kommunizieren. Dazu wurde in der LZ Rathenow und auf den Schleusen und Wehren ein IPv4 basiertes Ethernet Netzwerk eingerichtet. Die Verbindung zwischen den Subnetzen erfolgt über CIDR fähige Ethernet Router. Als Visualisierungssystem wurde WinCC eingesetzt und ein Client-Server-System aufgebaut.

Über die Clientarbeitsplätze in der Leitzentrale können somit alle angeschlossenen Schleusen und Wehren bedient werden.

Angeschlossene Schleusen und zugehörige Wehranlagen

  • Schleuse Bahnitz / Schlauchwehr Bahnitz
  • Hauptschleuse Rathenow / Wehranlage Mühlenarm Rathenow (zweifeldrige Fischbauchklappen)
  • Schleuse Grütz / Wehr Grütz (Nadelwehr mit elektrisch gesteuertem Schützenwehr)
  • Schleuse Garz / Wehr Garz (Nadelwehr mit elektrisch gesteuertem Schützenwehr)
  • Schleuse Havelberg / Wehrgruppe Quitzöbel bestehend aus Durchstichwehr (2-feldriges Schützenwehr), Altarmwehr (1-feldriges Schützenwehr)


Schiffshebewerk Scharnebeck Ersatz der E-Technik und Steuerungstechnik Osttrog / Elbe-Seitenkanal , Niedersachsen

Kunde: Wasser- und Schifffahrtsamt Uelzen

Das Schiffshebewerk Scharnebeck ist ein Doppelschiffshebewerk am Elbe-Seiten-Kanal. Es wurde 1974 als damals größtes Schiffshebewerk der Welt gebaut. Beide Tröge des Schiffshebewerkes werden von einem zentralen Steuerstand aus vollautomatisch bedient und arbeiten unabhängig voneinander. Bestandteil dieses Auftrages ist die komplette Überholung der Elektro- und Steuerungsanlage des Osttroges. Die dezentralen Steuerungen kommunizieren über Profibus DP (als DP-Master, als DP-Slave), über Profibus FDL sowie über TCP/IP die Datenübertragung erfolgt mittels LWL-Kabel. Zur Überwachung und Störwerterfassung ist WinCC installiert und eingerichtet worden ((Web-) Client-Server-System).

Es wurde Software für den Ablauf (teilweise schrittkettengesteuert) in den örtlichen Anlagen sowie für den schrittkettengesteuerten Ablauf im halbautomatischen und automatischen Betrieb über die Zentralsteuerung (Software: STEP7 / Graph7) erstellt.

Erneuerung der gesamten Steuerung des Osttroges

  • Steuerung  von vier Troghaltevorrichtungen mit einer S7 300, CPU315-2DP
  • Steuerung von zwei Teleskoprahmen mit je zwei S7 300, CPU315-2 DP
  • Steuerung von zwei Torantrieben mit je zwei S7 300, CPU315-2 DP und einer ET200M
  • Steuerung Stoßschutz OH mit zwei ET200M
  • Steuerung Feuerlöschanlage mit zwei S7 300, CPU315-2DP und drei ET200M
  • Steuerung Hardwareverriegelung mit drei PILZ-Steuerungen
  • Steuerung Schildschütz mit einer S7 300, CPU315-2DP, DP/PA-Koppler, Radarsensor
  • Anbindung an die Altanlage (Steuerpult, Mosaikfeld) sowie ab 2011 Bedienung über WinCC
  • diverse Vor-Ort-Bedienstellen

 

Um eine hohe Anlagensicherheit und -verfügbarkeit zu gewährleisten wurde ein zweistufiges Qualitätssicherungssystem angewendet.

Die Umsetzung des Qualitätssichungssystems erfolgt durch eine interne Softwareprüfung nach dem 8- Augen-Prinzip sowie eine externe Überprüfung der erstellten Anwenderprogramme und Freigabe der Hard- und Software durch das Ingenieurbüro Germanischer Lloyd Hamburg.

Erneuerung ab 2011

Seit dem Jahr 2011 wird nicht mehr über die herkömmliche Tasterbedienoberfläche (Steuerpult) bedient,  sondern über das Visualisierungssystem WinCC.


Getriebeprüfstand 4MW

Kunde: Eickhoff Antriebstechnik GmbH

Der 4 MW Getriebeprüfstand in Dresden dient der Prüfung von Getrieben für Windkraftanlagen. Dieser Prüfstand wird von einem zentralen Steuerstand vollautomatisch bedient. Hierzu kann der Bediener einen Prüfplan mit maximal 50 Schritten anlegen. Dieser wird dann in einem Prüflauf abgearbeitet.

Es wurde eine Software zur Abarbeitung der Prüfschritte sowie zur einfachen Montage und Demontage der Getriebe erstellt.

Komponenten

  • Leitsystem: WinCC 6.2
  • Steuerung: Siemens S7-412
  • Bussystem: Profibus DP, Ethernet, RS232
  • Hydraulikanlage zum Verfahren der Zwischenwelle
  • maßgeschneiderte Ölanlage/Filtration
  • Umrichter

 

Der Getriebeprüfstand wird von einem zentralen Bedienstand bedient. Über ein Übersichtsbild werden die wichtigsten Kenngrößen der Maschinen sowie die der externen Drehmomentgeber dargestellt. Außerdem erfolgt von diesem Bild die Steuerung des Prüflaufs (Start, bzw. Stopp).


Peenebrücke Wolgast Erneuerung der Hydraulikzylinder und der Systemsteuerung

Kunde: Straßenbauamt Stralsund

Die Peenebrücke Wolgast wurde in den Jahren 1995-1997 erbaut und stellt die nördliche von zwei Straßenanbindungen über den Peenestrom zwischen der Insel Usedom und dem Festland dar. Gleichzeitig ist sie die einzige Schienenanbindung der Insel. Die Peenebrücke überspannt mit einer Länge von ca. 250m im Zuge der Bundestraße 111 mittels 4 Überbauten und einem Klappbrückenfeld den nördlichen Peenestrom.

Der Antrieb des Klappbrückenfeldes, das als Waagebalkenbrücke ausgebildet ist, erfolgt durch beidseitig der Klappe angreifende Hydraulikzylinder. Aufgrund erhöhten Verschleißes der Kolbenstange und der Dichtungssysteme der Zylinder, gefährdeten diese die Funktion der Antriebsanlage.

Gleichzeitig hatten die Komponenten des Steuerungs- und Leitsystems ein Betriebsalter erreicht, in dem jederzeit mit dem Ausfall einzelner Baugruppen gerechnet werden musste.

Um die Betriebssicherheit der Anlage und Erhöhung der Verfügbarkeit wieder herzustellen, mussten folgende Instandsetzungsmaßnahmen ausgeführt werden:

  • Erneuerung der Antriebszylinder der Brückenklappe,
  • Erneuerung des Steuerungssystems der Antriebsanlage, bestehend aus SPS und Leitsystem

 

Steuerungskonzept

Die Steuerung der Brückenanlage ist in 3 Ebenen unterteilt:

  • Notsteuerung unter Umgehung der SPS
  • Rechner-(SPS-)Steuerung ohne Bedien-PC mit Bedienung über die Steuertafel im  Steuerstandpult (Vollautomatikbetrieb) oder mit den Vor-Ort Bedienungen an den Riegeln
  • Betrieb vom Steuerstand mit Bedien-PC im vollautomatischen Betrieb


Die Steuerung und Kontrolle der Brücke, der Ampeln, der Schranken usw. erfolgt außer im Not-Betrieb durch die SPS-Steuerung.
Der PC im Leitstand dient zur Bedienung der Brückensteuerung, der SPS und zur umfassenden  Informationsversorgung der Bediener über den Zustand der Anlage. Der PLS-Rechner befindet sich unter dem Bedienpult.

 

Audio- und Videoanlage

Zur Beobachtung, der für den Bediener nicht einsehbaren Verkehrsbereiche, sind auf der Brücke vier Videokameras angeordnet. Über den auf dem Pult befindlichen LCD-Monitor können sowohl alle vier Bilder gleichzeitig, aber auch ein Bild im Großformat  wiedergegeben werden.

Die Bildanwahl erfolgt manuell. Die Wechselsprechanlage besteht aus einer Zentraleinheit und sechs Gegensprechstellen.

Die Lautsprecheranlage besteht aus einem Mikrophon mit Kreisanwahltasten und einem Verstärker im Steuerstandpult sowie 4 Lautsprechern zum Anrufen von Schiffsbesatzungen und Beschallen der Straßenverkehrsfläche im Brückensperrbereich.


Leitzentrale Bergeshövede und angeschlossene Schleusen

Kunde: Wasserstraßen-Neubauamt Datteln

Für die Fernbedienung der Schleusenkette Bevergern bis Gleesen wurde eine Leitzentrale (LZ) im Bauhof Bergeshövede aufgebaut. Hierzu wurde ein neues Gebäude auf dem Bauhof errichtet, das Anfang 2011 fertiggestellt worden ist. Die Elektro-, Audio- und Videotechnik der Schleusen Bevergern bis Gleesen wurde zuvor im Rahmen einer separaten Ausschreibung erneuert, so dass die Schleusen für die Fernbedienung vorbereitet sind. Dabei übernahm die ELTRO GmbH die Modernisierung und Vorbereitung für die Fernbedienung für 3 der 6 Schleusen (Bevergern, Rodde, Altenrheine).

Da an diesem Projekt mehrere Firmen beteiligt waren musste besonders auf die korrekte Schnittstellenübergabe geachtet werden.

 

Erneuerung der Schleusen

Bevor die Schleusen Bevergern, Rodde und Altenrheine an die LZ Bergeshövede angeschlossen werden konnten, mussten diese für die Anbindung in Stand gesetzt und vorbereitet werden.
Im Zuge dieser Maßnahme wurden die elektrotechnische Ausrüstung sowie die Audio- und Videoanlage der Schleusen erneuert. Dabei wurden u.a. die vorhandenen freiprogrammierbaren Steuerungen – SPS-System S5 gegen moderne S7-300F Steuerungen ausgetauscht und die Programmierung, unter Berücksichtigung des Anschlusses an die LZ Bergeshövede, dem neuen Zustand angepasst.

 

Audio- und Videoanlage

Für die sichere Betriebsführung der Schleusen und Anlagen von der Leitzentrale aus, wurde eine Kameraüberwachungs- und Audioanlage auf jeder Schleuse installiert. Dazu sind in der Leitzentrale 9 Arbeitsplätze mit jeweils 7 Monitoren zur Darstellung der Kamerabilder ausgestattet worden. Als Videozentralgerät, das die Schalt- und Steuerfunktionen übernimmt, ist ein volldigitales System zum Einsatz gekommen, welches an die bestehenden Übertragungstechniken (LWL-LAN mit TCP/IP und SDH-Multiplexer) angekoppelt wurde.

Mit dieser Technik ist die Fernsteuerbarkeit sämtlich angeschlossener Kameras, intelligente Alarmverarbeitung, Texteinblendung, Video-Ausfalldetektion sowie eine Kombination mit Zutrittskontroll-, Gefahren- und Brandmeldesystemen gewährleistet. Für die Konfiguration, Programmierung und Bedienung wurde eine grafische Bedienoberfläche mittels PC verwendet. Diese wirkt besonders bei Mehrkamerasystemen übersichtlicher, ist deutlich vereinfacht und anwenderfreundlich.

 

Angeschlossene Schleusen

  • Schleuse Bevergern
  • Schleuse Rodde
  • Schleuse Altenrheine
  • Schleuse Venhaus
  • Schleuse Hesselte
  • Schleuse Gleesen


Fähranleger Rostock LP54

Kunden: RSW Roßlauer Schiffswerft GmbH & Co.KG, HERO-Hafen-Entwicklungsgesellschaft mbH, Inros Lackner AG

Der Fährverkehr Rostock - Gedser hat für das Umschlagsvolumen im Seehafen Rostock eine entscheidende Bedeutung. Mit der Einführung des neuen Fährkonzeptes, welches eine feste zweistündige Abfahrt in Rostock beinhaltet, wurde seit 2005 das Umschlagsvolumen ausgebaut. Im Zuge des hohen Verkehrsaufkommens wurde entschieden am Liegeplatz 54 am Pier I, einen Doppeldeck-Fähranleger zu errichten. Im Zuge diese Projektes war die ELTRO GmbH für die Elektrotechnik, Steuerung und Videotechnik zuständig.

Der automatische und der manuelle Be- und Entladevorgang  am Fähranleger wird von einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) realisiert. Diese Steuerung ist im Bedienpult eingebaut. Bedieneinheiten sind der örtliche Betrieb vom Bedienpult im Maschinenhaus und der Servicebetrieb mit dem mobilen Panel.

  • SPS: CPU 315-2 PN/DP und ET200s Module
  • Anzeige: OP73
  • Mobile Panel:
  • Kommunikation: Profibus DP, Profinet

 

Für die Überwachung des gesamten Be- und Entladevorganges ist eine Videoanlage mit Kameras errichtet worden, die sich über das Bedienpult steuern lässt. Um die Bedienung zu erleichtern und die Reaktionszeit zu beschleunigen, sind vordefinierte Positionen der entsprechenden Kameras eingerichtet worden.

Das hier eingesetzte Videomanagementsystem Observer 4.3.13 ist ein professionelles serverbasiertes Videosteuerungs- und Videoüberwachungssystem. Die Videoaufzeichnung startet ereignisgesteuert über einen Ausgang der SPS. Dieser wird vom Barionet 100 ausgewertet und gibt das entsprechende Signal für die Aufzeichnung zum Observer.

  •  Kameras: AXIS P1344-E und AXIS PTZ-Dome P5534-E
  •  Geräteserver: Barix Barionet 100
  •  Kommunikation: Switch HP 2910-24G-PoE+
  •  Workstation und Client: Dell Precision T1600
  •  Videomanagementsystem: Netavis Observer 4.3.13

 

Der Fähranleger besteht im Wesentlichen aus drei beweglichen Brücken, einer Hauptdeckbrücke und zwei darüber liegenden Oberdeckbrücken. An jeder Oberdeckbrücke ist eine Vorklappe montiert. Jede bewegliche Einheit ist an zwei Hydraulikzylinder angeschlagen. Die Hauptdeck- und die Oberdeckbrücken hängen an einem Portal. Die Vorklappen sind direkt an den Oberdeckbrücken befestigt. Die Hauptdeckbrücken und die Oberdeckbrücke werden, entsprechend des Tiefganges des Schiffes vorpositioniert und bei veränderten Tiefgangswerten nachpositioniert. Die Vorklappen dienen als beweglicher Übergang zum Oberdeck des Schiffes.

Weiterhin gibt es zur seitlichen Stabilisierung der Oberdeckbrücken jeweils einen Steuerzylinder. Der für die Brückenbewegungen benötigte hydraulische Druck und Ölstrom wird in einem Hydraulikaggregat im Maschinenhaus erzeugt. Die zur Ansteuerung der Hydraulikanlage notwendigen elektrischen Komponenten sind in einer Elektrohauptverteilung montiert.

Diese Elektrohauptverteilung ist ebenfalls im Maschinenhaus aufgestellt. Die Signalerfassung von den Sensoren und die Ansteuerung von Aktoren an der Hydraulikanlage werden durch dezentral montierte Steuerkästen vorgenommen. Zum Absperren und zum Freigeben der Verkehrswege sind am Fähranleger eine Lichtsignalanlage und eine Schrankenanlage montiert.

Die Bedienung der Brücken, Lichtsignalanlage und der Schrankenanlage sowie der Videoanlage erfolgt von einem Bedienpult. Das Bedienpult ist in einem vom Maschinenraum abgetrennten Bedienraum aufgestellt.


Leitzentrale Minden (Virtualisierung)

Kunde: Wasser- und Schifffahrtsamt Minden

Im Rahmen des Projektes „Automatisierung und Fernbedienung von Schleusen an Binnenwasserstraßen im Bereich der WSÄ Minden und Verden“ wurde die Leitzentrale Minden als Erweiterungsbau auf dem Dachgeschoß des WSA Minden errichtet. Die technischen Einrichtungen für die Fernbedienung der Schleusen wurden mit dem 1. Bauabschnitt im Jahr 2003 in Betrieb genommen. Derzeit werden von der Leitzentrale Minden 8 Schleusen fernbedient. Seit 2013 wird die neue Schleuse Dörverden und seit 2014 die neue Weserschleuse von der Leitzentrale fernbedient.

An viele technische Vorgänge und Prozesse in der Industrie und Wirtschaft werden hohe Anforderungen in Bezug auf die Sicherheit und Verfügbarkeit gestellt Das gilt auch für die Schleusen und Wehranlagen an Bundeswasserstraßen, wo eine zuverlässige sowie sichere Fernüberwachung und -bedienung gefordert ist. In der Leitzentrale in Minden ist seit 2012 dafür ein modernes dezentrales Server-Client-System inklusive Virtualisierung zum Einsatz gekommen.

Hardwaretechnisch wurden vier Server zu einem Cluster zusammengefasst und über ein ISCSI-Storage mittels ISCSI-Switche an die jeweiligen Server angebunden. Die Verbindung zur realen Welt erfolgt über Switche von Alcatel. Als Virtualisierungssoftware wurde VMware vSphere 5.0 eingesetzt. Da an die virtuelle Umgebung 5 Arbeitsplätze angeschlossen werden mussten, kam die Software VMware View zum Einsatz. Im Gegensatz zu herkömmlichen PC´s sind die View-Desktops nicht an den physischen Computer gebunden.

Stattdessen befinden sie sich als virtuelle Maschinen auf dem Storage und können somit jedem Arbeitsplatz jederzeit zugeordnet werden. Das gesamte System ist so konzipiert, dass es Ausfälle kompensieren kann. Dadurch werden Ausfallzeiten verringert und gleichzeitig die Verfügbarkeit erhöht.

Archivierungssystem ACRON

Im Zuge der Umrüstung auf eine virtuelle Infrastruktur wurde auch das Archivierungssystem iHistorian durch die Archivierungssoftware ACRON ersetzt. Mit ACRON können Betriebsdaten erfasst, archiviert und ausgewertet werden. Ebenfalls können automatische Betriebstagebücher erstellt werden. Die Prozessdaten werden von ACRON übernommen, komprimiert und in einer Datenbank gespeichert. Auf Basis dieser Daten erstellt ACRON Berichte, Tabellen, Statistiken und Graphiken, die frei generiert werden können und die Gestaltung dieser kann nach individuellen Bedürfnissen angepasst werden.

ACRON wurde so parametriert, dass alle Meldungen, und bestimmte vom Kunden ausgewählte Werte, archiviert werden. Dabei wurde das System u.a. so konfiguriert, dass aus den angefallenen Störmeldungen pro Standort und pro Woche ein Bericht generiert wird. Dieser Wochenbericht wird automatisch an den entsprechenden Bauhof per PDF-Datei als Email versendet.

Angeschlossene Schleusen

  • Untere Schleuse Minden
  • Schleuse Petershagen
  • Schleuse Schlüsselburg
  • Schleuse Landesbergen
  • Schleuse Drakenburg
  • Obere Schleuse Minden
  • Schachtschleuse Minden
  • Schleuse Langwedel
  • Schleuse Dörverden